Laborärztliche Gemeinschaftspraxis Lübeck


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DAKKS

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Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Laborärzte

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23564 Lübeck
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Präanalytik


Was versteht man unter Präanalytik?


Unter Präanalytik werden alle Prozesse zusammengefasst, die vor der eigentlichen Laboranalyse ablaufen,
im einzelnen sind dies:

  • Gewinnung des Probematerials
  • Überbringung und Aufbewahrung des Probenmaterials
  • Transport der Probe unter geeigneten Bedingungen ins Labor
  • Auftragserteilung mit entsprechenden Patientendaten

Die Zuverlässigkeit von Laborbefunden kann von uns nur teilweise beeinflusst werden. Entscheidenden Einfluss haben die Bedingungen, denen das Probenmaterial unterliegt, bis es im Labor eintrifft.
Unser Labor kann nur die zuverlässige Bearbeitung des ihm übergebenen Probenmaterials garantieren.

Es ist daher erforderlich, dass das Fachpersonal, die das Probenmaterial gewinnen, Kenntnisse über präanalytische Einflussfaktoren haben, um nach Möglichkeit Fehler zu vermeiden.


Welches sind die häufigsten Fehler in der Präanalytik?

  • Auftrag ungenügend definiert: Falscher Einsender, falsche Patientendaten, fehlender oder falscher Auftrag, Auftrag stimmt nicht mit Probematerial überein, etc.
  • Vorbehandlung des Patienten: Beimischung Infusion, Antibiotikabehandlung, etc.
  • Falscher Entnahmebehälter
  • Falsche Probenahme, ungenügendes Probevolumen, verdorbenes Probematerial

Die Konsequenzen eines präanalytischen Fehlers können grob falsche Resultate sein, die durch das obligatorische laborinterne Fehlermanagement nicht in jedem Falle erkannt werden können.

Folgen von fehlerhaften Laborresultaten als Folge von präanalytischen Fehlern:

Oft bleiben Fehler in der Präanalytik ohne Folgen, weil die Resultate keinen Handlungsbedarf ergeben oder unwahrscheinlich scheinen. Die häufigste Konsequenz ist jedoch, dass die Tests wiederholt werden müssen oder zusätzliche unnötige Untersuchungen durchgeführt werden (z.B. erneute Blutabnahme beim Patienten). Dadurch entstehen nicht nur unnötige Kosten, auch eine gezielte und frühzeitige Behandlung kann betroffen sein. 

Die Möglichkeiten des Labors präanalytische Fehler zu erkennen.

Durch unsere strenge Eingangskontrolle des Patientenmaterials im Labor werden die meisten Fehler schon zu Beginn erkannt.
Bei der eigentlichen Analyse fallen unseren erfahrenen Laborantinnen unerwartete Beobachtungen auf, die z.B. auf ein falsches Probematerial schliessen lassen können. Bei der Validierung der Resultate durch unsere Laborärzte werden unwahrscheinliche Laborresultate erkannt (Plausibilitätskontrolle). Beim Vergleich mit der Indikationsstellung oder mit der angegebenen Anamnese und Hausärzten/Kliniken fallen Ungereimtheiten auf (Deltacheck).

Dennoch kann es vorkommen, dass die üblichen internen und externen QC-Schemata nicht greifen.
Scheinbar pathologische Werte können auch auf Patientenvariablen --->Einflußgrößen  zurückgeführt werden.