Blutentnahme

Laborärztliche Gemeinschaftspraxis Lübeck


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Patienteninformation Allergiediagnostik

 

 

Allergiediagnostik

 


Liebe Patientin, lieber Patient!

Unter einer Allergie versteht man eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems im Sinne einer nicht natürlichen Über­empfindlichkeit auf bestimmte Stoffe. Da fast jede Substanz theoretisch eine allergi­sche Reaktionen hervorrufen kann, ist die Diagnostik einer Allergie schwierig und zeitaufwendig. Erster Schritt ist eine gezielte Befragung des Patienten über seine Beschwerden durch seinen Arzt. Abhängig von der Art der überschießenden Immun­reaktion auf eine an sich harmlose Fremdsubstanz unterscheidet man die IgE-vermittelte Typ-I-Reaktion (Sofort-Typ), bzw. die IgA und IgG vermittelte Typ-III-Reaktion. Bluttests, die aussagekräftige Ergebnisse erzielen, stehen zur Zeit hauptsächlich für Allergien vom Soforttyp zur Verfügung. Mit einem Labortest lässt sich aus der Blutprobe eines Pati­enten nachweisen, ob sein Immunsystem zu einer solchen allergischen Sofortreaktionen neigt. Weiterhin existieren durch Blutuntersu­chungen nicht nachweisbare oder anders erfassbare Allergiereaktionen (Autoimmunerkrankungen, Kontaktder­matitis). Allergische Reaktionen vom Soforttyp zeichnen sich dadurch aus, dass Beschwerden mittelbar nach Antigenkontakt, z.B. Tierhaare oder Tier­epithelien auftreten und unter Umstän­den lebensbedrohlich sein können. Wichtig ist, dass ein Gesamt-IgE im „Normbereich“ eine Allergie mit starkpositivem spezifischen IgE (EAST) nicht ausschließt. Ne­ben spezifischen IgE-Antikörpern bilden sich jedoch auch, ins­besondere bei chronischer Expo­sition, spezifische IgG- und IgA-Antikörper, die jedoch nur schwierig nachzuweisen sind. Grundlage für die Entstehung ei­ner Allergie ist der Kontakt und die damit mögliche Sensibilisierung gegen ein bestimmtes Allergen. Jede Sub­stanz kann allergen wirken und die Produktion entsprechen­der spezifischer Antikörper bewirken. Diese werden bei Aller­gikern in wesentlich höherer Konzentration als bei Nicht-All-ergikern gebildet. Über 90% aller allergischen Erkrankungen gehören dem Soforttyp an. Eine besondere Empfindlichkeit auf Hausstaubmilben oder Pflanzenpollen jeglicher Art lässt sich gut nachweisen, Nahrungsmittelallergien nur dann, wenn es sich um eine Allergie vom Soforttyp handelt.
Veran­lassung zur Bestimmung von Ge-samt-IgE und Allergenspezi­fischem IgE besteht insbeson­dere bei folgenden Erkrankun­gen:

Heuschnupfen, Nesselsucht Atemwegsinfekte bei Kleinkindern Neurodermitis Verdacht auf Insektengiftallergie Familäres Allergierisiko Nahrungsmittelallergien Undurchführbarkeit von Hauttests.
Fragen Sie Ihren Arzt nach weiteren Broschüren und stel­len Sie Ihr persönliches Gesundheitsvorsorgeprogramm zu­sammen.

Nur Ihr Arzt kann Sie sinnvoll beraten und über die anfallenden Kosten informieren !