Blutentnahme

Laborärztliche Gemeinschaftspraxis Lübeck


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Patienteninformation Prostata

Früherkennung des Prostatakarzinoms

Liebe Patientin, lieber Patient!

Der Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Nur im Anfangsstadium ist eine Heilung dieser Erkrankung möglich, sodass einer Früherkennnungs­untersuchung eine besondere Bedeutung zukommt.

Die Prostata befindet sich im sogenannten „kleinen Be­cken“ zwischen der Harnblase und dem äußeren Schließ­muskel, der für die kontrollierte Urinabgabe notwendig ist. Sie produziert den Großteil der Samenflüssigkeit.

Das Prostatakarzinom ist ein Tumor des älteren Mannes. Ca. 80 % der Patienten sind älter als 65 Jahre. In frühen Stadien ist der Tumor z. B. durch eine komplette chirurgi­sche Entfernung der Prostata in über 80 % der Fälle heil­bar. Vorbeugende Maßnahmen sind bisher nicht bekannt.

Früherkennung des Prostatakarzinoms: Die Prostata ist ca. kastaniengroß und kann mit dem Fin­ger vom Enddarm her ertastet werden. Hierbei können knotige Veränderungen des Organs auf einen bösartigen Tumor hindeuten. In diesem Falle handelt es sich aber meist nicht um einen Krebs im Anfangsstadium. Diese sogenannte „rektale digitale Unter­suchung“ oder „Palpation“ entdeckt nur einen sehr geringen Prozentsatz der Karzinome und ist daher alleine durchgeführt untauglich für eine ef­fektive Massnahme zur Früherken­nung. Beschwerden beim Wasserlassen haben eher eine gutartige Vergröße­rung der Prostata als Ursache.

Prostataspezifisches Antigen ( PSA )

Das PSA ist ein Eiweißmolekül, das zur Verflüssigung der Samenflüs­sigkeit notwendig ist. Ein PSA – Wert kann aus dem Blut bestimmt werden. Die Bestimmung dieses Wertes ist zur Früherkennung eines Prostatakarzi­noms nach gegenwärtigem Kenntnis­stand unverzichtbar! Sie ermöglicht in ca. 70 % in Verbindung mit der durch erhöhte Werte veranlasste Probenentnahmen (Biopsie) die frühe Erkennung eines Prostatakarzinoms und damit auch eine mögliche Heilung des Patienten. Der PSA-Wert hat einen positiven Vorhersagewert ( posi­tiven prädik-tiven Wert ) von 17-20 %.
Das bedeutet, dass bei ca. jedem 5. Mann mit einem PSA-Wert größer als 4.0 ng/ml ein Prostatakarzinom in der Gewebeprobe (Biopsie) der Prostata gefunden wird. Bei PSA-Werten um ca. 1 ng/ml müssten 40 Männer biopsiert werden, um ein Karzinom zu entdecken.
Zu beachten ist, dass nicht alle erhöhten Werte auf einen bösartigen Tumor deuten müssen. Auch Entzündungen und mechanische Einwirkungen auf die Prostata wie Radfahren, Geschlechtsverkehr, Verstopfung u.a. können für eine passagere Erhöhung des PSA-Wertes verant­wortlich sein. Bei Männern zwischen 45 und 50 Jahren sollten jährliche Früherkennungsuntersuchungen durchgeführt werden. In speziellen Fällen können auch andere Laborparameter (frei­es PSA, complexiertes PSA) ergänzend sinnvoll sein. Verlaufskontrollen müssen auf Grund der methodischen Un­terschiede immer im gleichen Labor durchgeführt werden.

Nur Ihr Arzt kann Sie sinnvoll beraten und über die anfallenden Kosten informieren !