Blutentnahme

Laborärztliche Gemeinschaftspraxis Lübeck


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Patienteninformation Vitamine

Vitamine

Liebe Patientin!

Vitamine bzw. Provitamine sind lebensnotwendige Stoffe, die vom Körper selbst nicht oder nur unter bestimmten Voraussetzungen hergestellt werden und deshalb als notwendige Bestandteile in der Nahrung vorhanden sein müssen. Sie sind daher wichtige Bestandteile von Gemüse, Obst, Milch und Fleisch und werden unterteilt in wasserlösliche (B-Vitamine, Folsäure und Vitamin C) und fettlösliche Vitamine (Vitamin A, D, E, K). Einige Vitamine werden aber auch von den Darmbakterien hergestellt und in einer für den Menschen aufnehmbaren Form in den Darm ausgeschüt­tet. Die für die Körperfunktion erforderlichen Vitaminmengen sind in der Regel sehr niedrig, dennoch können aufgrund einseitiger Nahrung, Magen-Darm-Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Lebererkrankungen sowie chronischer Infektionserkrankungen Mangelzustände bestimmter Vitamine vorliegen, die zu charakte­ristischen Ausfallerscheinungen führen können. Bei solchen Mangelvitaminosen müssen dem Körper zusätzlich Vitamine zu­geführt werden. Eine exzessive Einnahme von fettlöslichen Vita­minen, insbesondere Vitamin A, kann zu Überdosierungen mit ty­pischer Symptomatik führen.

Vitamin A -Mangelzustände können sich in derma­tologischen Erkrankungen, Haarausfall sowie Seh­störungen äußern. Selbstmedikation von Vitamin A kann zu Vergiftungen mit neurologischen Sympto­men führen. In der Schwangerschaft ist eine erhöhte Vitamin-A-Zufuhr besonders problematisch; Schä­den des Fetus werden diskutiert.

Vitamin E zählt wie Vitamin C zu den Antioxidantien und gilt als sog. Radikalenfänger, der unter Umständen schützend für Krebs- und kardiovaskuläre Erkrankungen wirken soll. Vitamin E-Vergiftungen sind nicht bekannt.

Vitamin C hat universelle antioxidative Eigenschaf­ten. Die dadurch bedingte Reduktion der bei Infek­tionen entstehenden freien Radikale soll für die be­schützende Wirkung bei Infektionserkrankungen und Krebs ver­antwortlich sein. Hohe Selbstmedikation mit Vitamin C kann das Risiko für Nierenoxalatsteine geringfügig erhöhen.

Provitamin A (ß-Caroten) besitzt antioxidative Eigenschaften. Eine Reihe von Studien weisen darauf hin, dass es eine schüt­zende Wirkung bei der Entstehung von Tumoren hat.

B- Vitamine sind für den Energiestoffwechsel aller Zellen von Bedeutung. Vitamin B 1­Mangel kann zu gravierenden neurologischen, gastrointestinalen und kardiovaskulären Sym­ptomen führen. Ein Vitamin B 2-Mangel ist äußerst selten, kann aber Veränderungen der Schleimhäute verursachen. Weiterhin sind Thrombosen sowie arteriosklerotische Verän­derungen beschrieben. Ein Vitamin B 6-Man­gel kann sich in Haut- und Schleimhautveränderungen äußern, zusätzlich sind neurologische Symptome wie Depressionen, Reizbarkeit und Neuritiden beschrieben.

Ein Vitamin B 12 -Man­gel kann durch eine Resorptionsstörung, Mangel an Intrinsic-Faktor oder eine pathologische Darmflora bedingt sein. Ein Folsäuremangel entsteht ähnlich wie ein Vitamin B 12-Man­gel, zusätzlich kann auch einseitige Ernährung verantwortlich sein.

Vitaminmangel, insbesondere der von Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure, kann zu erhöhten Homocysteinwerten führen. Da­her ist eine ausgewogene Ernährung mit grünem Gemüse, Nüs­sen, Vollkorngetreide, Bohnen, Fleisch, Milchprodukten und Sauerkraut die beste Prophylaxe, eine Nahrungsergänzung der entsprechenden Vitamine kann bei erhöhtem Homocystein­spiegel erwogen werden.

Vitamin D ist eine Vorstufe für eine Reihe von Hormonen, die den Kalziumhaushalt des Körpers bestimmen.


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